Liebe Mitglieder,

   mit Freude und nicht ohne Stolz rufen wir in Erinnerung, dass unsere Städtepartnerschaft mit Igny, 1967 gegründet, nun schon 49 Jahre alt ist und dass in jedem Jahr eine Begegnung stattgefunden hat. In diesem Jahr waren die Franzosen zum fünfundzwanzigsten Mal bei uns zu Gast. Im nächsten Jahr soll in Igny der fünfzigste Geburtstag festlich begangen werden.

   Wir haben mit unseren Partnern schon viele Orte zwischen Rhein und Mosel besucht. Wir waren in Maria Laach und an den Maaren, waren an der Ahr und im Ruhrgebiet, auch in Aachen und Trier haben wir vorbeigeschaut, aber noch nie waren wir Kölner mit ihnen - in Düsseldorf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Diesem Übelstand wollten wir in diesem Jahr abhelfen. Schließlich hatte Napoleon Düsseldorf seinerzeit ein „Petit Paris“ genannt.

     Mit unseren 16 Gästen und ihren Gastgebern fuhren wir also am Samstagmorgen im Bus bis zum sogenannten „MedienHafen“, wo wir von unserer französischsprachigen Stadtführerin empfangen wurden. Sie spazierte mit uns durch das neu gestaltete Hafenviertel und erläuterte dabei die komplexe Wandlung der alten Silos und Lagerhallen in eine avantgardistische Schöpfung internationaler Stararchitekten wie Chipperfield und Gehry. Bei der Weiterfahrt im Bus betrachteten wir zentrale Highlights der Stadt, besonders den neu gestalteten „Kö-Bogen“ von Daniel Libeskind. Den Abschluss der Führung bildete ein Spaziergang durch die Altstadt, wobei die historische Entwicklung Düsseldorfs anschaulich zu Worte kam: Auf dem Schlossplatz, vor dem Radschlägerbrunnen, dem Städteerhebungsmonument und vor dem Jan-Wellem- Reiterdenkmal.

   Am Mittag gab es in der Brauerei „Zum Schlüssel“ Deftiges im Angebot und es galt, das „Alt“ mit dem unseren Franzosen schon lange vertrauten „Kölsch“ zu vergleichen. Das „Kölsch“ gewann eindeutig. Am späten Nachmittag stand „lèche-vitrines“ auf dem Programm, ein Schaufensterbummel also über die „Kö“, der besonders bei unseren Damen viel Anklang fand. Ein Hauch von „Petit Paris“ war durchaus spürbar.

   Zum Abschluss des Tages gab es abends im Hockey-Judo-Leistungszentrum ein Buffet mit Live-Musik. In einer kurzen Ansprache hieß der Vorsitzende unseres Clubs die französischen Gäste noch einmal herzlich willkommen und dankte Uta Christ für ihr hervorragendes Engagement bei der Planung und Organisation des Besuchs. Mit Blick auf die Zukunft der Partnerschaft betonte er, dass unsere Ziele nach wie vor die der Förderung von Verständigung in einem vereinten Europa sein müssten, zumal den zunehmenden separatistischen nationalen Egoismen entgegengewirkt werden sollte. Viel Beifall gab es bei der Ankündigung, dass im nächsten Jahr drei Mitglieder aus Igny mit uns und den Vertretern anderer Partnerschaftsstädte Kölns an den „ Schul-und Veedelszüg“ teilnehmen würden. Als Ermutigung, Ermunterung und zugleich Dank für über fünfzehnjährige Leitung des Clubs in Igny bekam Denis Leclerc eine prächtige Krawatte mit karnevalistischen Motiven geschenkt.  

   Die beiden folgenden Tage gestalteten die Gastgeber und ihre Gäste wie gewohnt im Familienkreis mit eigenen Programmen.

   Die Begegnung zeigte einmal mehr, wie eng und fast schon familiär unsere partnerschaftlichen Bindungen mit unseren Freunden in Igny sind. Dass auch vier Kinder und Jugendliche an dem Besuch teilnahmen, lässt uns hoffen, dass der partnerschaftliche Gedanke auch in Zukunft lebendig bleiben wird.

Hans Josef Hummes

Bericht über den Besuch in Igny vom 8. bis 11. Oktober 2015

   Als Uta Christ eine Woche vor Beginn der Fahrt erfuhr, dass die Mitarbeiter des Thalys am Freitag dem 9.10. streiken würden und dass damit der von ihr seit vielen Wochen minutiös für 22 Teilnehmer geplante Abreisetag nicht realisierbar sei, schwante uns nichts Gutes. Was tun? - Am Samstag fahren und damit den Besuch um einen Tag verkürzen oder unsere Gastgeber bitten, uns einen Tag früher aufzunehmen, also schon am Donnerstag zu fahren? Ohne auch nur einen Augenblick zu zögern plädierten Sabine Fillinger und Denis Leclerc, die Leiter des französischen Partnerschaftsclubs, für die frühere Abreise und sorgten für entsprechende Lösungen bei der Unterbringung.

PA104267

Und Uta sorgte mit der ihr eigenen Tatkraft und Zähigkeit für die Sicherung unserer Plätze im vorverlegten Thalys vom Donnerstag. Froh gelaunt und beschwingt, nahmen wir den geschenkten Tag an.

 Uta 2015

   Am Freitag konnten wir uns nun ganztägig dem geplanten Spaziergang in der Cité widmen. Wir besichtigten zunächst die Kirche St. Séverin mit ihrer eleganten Palmenwald-Säule im Chor und St. Julien-le-Pauvre , gingen dann über den Pont au Double hinüber zur Kathedrale und betrachteten vom Parvis aus intensiv die Fassade von Notre Dame.

07

Der Hinweis, dass bei der Darstellung des Jüngsten Gerichts mehr Frauen als Männer zur Hölle wandeln mussten, wurde von unseren Damen tolerant als mittelalterliches Denken belächelt. Im Anschluss an die Mittagspause besichtigten wir die Conciergerie, das „Antichambre de la Guillotine“ und fakultativ das Hôtel de Cluny mit der wunderschönen Tapisserie der „Dame à la Licorne“.

   Der Samstag wurde von unseren Gastgebern großartig gestaltet. In „Rallyes“ von fünf Gruppen galt es, touristisch weniger bekannte Viertel von Paris zu erwandern und deren spezifische Schönheiten zu erkunden. La Rue Mouffetard zum Beispiel mit der Place de la Contrescarpe, « Le train bleu » im Gare de Lyon, das Quartier St. Antoine und der tägliche unglaublich lebendige Markt auf der Place d’Aligre ebenso wie das Weinfest auf Montmartre.

   Am Abend dann große „Soirée dansante“! Der neue Bürgermeister Francisque Vigouroux gab uns die Ehre, betonte die Wichtigkeit der Jumelages für Europa und versprach weitere Förderung unserer Partnerschaft, Josef Hummes dankte den Gastgebern für das Geschenk eines „Jour de plus“ und Uta Christ überreichte Dankesgeschenke für die hervorragende Ausrichtung der Begegnung. Nach einem überaus leckeren Buffet brachte uns ein springlebendiger Diskjockey in Schwung und sorgte, inclusive Kölner Liedgut, dafür, dass die Feier bis Mitternacht dauerte.

   Der Sonntag , wie die drei Tage zuvor herrlich von sanfter Herbstsonne überstrahlt, gehörte traditionsgemäß den Gastgebern und ihren Gästen, bis man um 18:01 Uhr am Gare du Nord Abschied nahm und dankbar und heiter nach Hause fuhr. - Eine Jumelage-Begegnung, wie sie sich de Gaulle und Adenauer nicht schöner hätten wünschen können!

Josef Hummes

 

Städte–Partnerschafts– Club in Baden-Württemberg

Kölner Senioren besuchten das „Ländle“

 

Dreißig Mitglieder des Clubs u.a. aus Lövenich, Weiden, Junkersdorf und Widdersdorf nahmen vom 17.-21.Mai an einer Reise durch das schwäbische und badische Ländle teil. Bei schönem Wetter wurde Rast gemacht auf der Burg Stettenfels bevor die viertägige Einquartierung in einem bekannten Ludwigsburger Hotel im Ortsteil Pflugfelden erfolgte.

Obligatorisch waren der Besuch des Residenzschlosses und eine Stadtführung. Ein Aufenthalt in der Parkanlage von Schloss Monrepos war ebenfalls im Plan. Aber vor allem der italienisch anmutende Marktplatz hatte es den Besuchern angetan.

Anderentags wurde das Mercedes-Benz Museum mit seinen vielen historischen Automobilen besichtigt und mittags ein typisches schwäbisches Lokal das Stäffele, aufgesucht. Am Nachmittag bis in die Abendstunden gab es eine Rundfahrt mit dem Wengert-Schleicher ( Fuhrwerk vom Trecker gezogen ) durch die Weinberge der Heuchelberger Warte. An mehreren Stationen wurde der dort angebaute Wein genossen. Obwohl keine Württemberger, kam den Gästen der Hinweis von Friedrich Schiller in den Sinn: „ Ein Wirttemberger ohne Wein, der kann kein Wirttemberger sein „.

Lustig ob des guten Weines kehrten die Teilnehmer abends zurück ins Hotel.

Ein Highlight war der Besuch des SWR in Baden-Baden. Dort wurden u.a. etliche Regieräume – auch von laufenden Serien wie die Fallers und das ARD-Buffet

gezeigt, aber auch die Requisitenräume und der große Fundus dieses Senders.

Natürlich durfte anschließend ein Bummel durch den badischen Kurpark nicht fehlen.

Eine Besichtigung des Schiller Geburtshauses in Marbach, gehörte zum Pflichtprogramm. Auf der Rückreise nach Köln machte die Gruppe noch einen Abstecher nach Bad-Kreuznach.

Es war für alle eine gelungene Reise.

Wolfgang Kurtenbach

Städtepartner aus Igny zu Gast in Lövenich

 

Der Städtepartnerschafts-Club Igny - Stadtbezirk 3, Lövenich erfreut sich seit Jahren eines regen Austauschs seiner Mitglieder. In der Regel trifft man sich im Frühjahr oder Sommer. In diesem Jahr aber wagte man auf besonderen Wunsch der französischen Gäste eine Wochenend- Begegnung zum ersten Advent.

Trotz frühwinterlicher Temperaturen waren sage und schreibe 32 Mitglieder der Einladung gefolgt, um gemeinsam mit ihren deutschen Gastgebern vom 28. bis 30. November die Angebote der Kölner Weihnachtsmärkte zu erkunden. Dabei wurden von den Franzosen erstaunliche Leckereien entdeckt, wie z.B. Lebkuchen und Printen und Zimtsterne und Schillerlocken, dazu Gaumenfreuden wie gestampfter Grünkohl, alles wohl begossen mit Glühwein oder Kölsch, je nach Laune und Geschmack. Sehr bestaunt wurde auch „LA PATINOIRE“, die Eisbahn also, und kräftig applaudiert wurde der beschwingten Weihnachtsmusik auf dem Roncalliplatz. Auch für einen Besuch im Dom blieb noch Zeit, zu einem kurzen Gebet zum Beispiel oder der Betrachtung der ersten Krippenfiguren, des Dreikönigenschreins oder des erstaunlichen Kirchenfensters von Gerhard Richter.

Am Abend war der Tisch gedeckt für ein ausladendes Dîner im Gasthaus „Zur Schreckenskammer“ und Gelegenheit geboten für intensiven Gedankenaustausch und weitere Planungen. Denn im Raum stand schon die gedankliche Vorbereitung auf die Feier zum 50jährigen Bestehen der Partnerschaft Lövenich-Igny im Jahr 2017.    

Vor der Rückfahrt am Sonntag gab es noch zwei Führungen im Römisch-Germanischen Museum, eine in französischer und eine in deutscher Sprache unter anderem mit dem Schwerpunkt „römische Esskultur“, was dem Besuch auf den Weihnachtsmärkten eine feinsinnige Note gab.

Hans Josef Hummes,

Vorsitzender des Städte-Partnerschafts-Clubs Lövenich-Igny