Jubiläumstreffen der Städtepartnerschaft Lövenich – Igny

vom 28. bis 30. September 2018 in Lövenich

   Nachdem wir im vergangenen Jahr das 50jährige Jubiläum unserer Jumelage in Igny großartig feiern konnten, stand in diesem Jahr mit dem Gegenbesuch unserer Partner der zweite Teil der Geburtstagsfeier auf dem Plan. Mit 22 Teilnehmern, unter ihnen die stellvertretende Bürgermeisterin, Frau Laetitia Hamon, war am Freitag, dem 28. September, eine erfreulich große Delegation aus unserer Partnerstadt gekommen, um das Ereignis auch in Lövenich gebührend zu würdigen.

                                           

   Unsere Bürgermeisterin, Frau Blömer-Frerker, hatte  für diesen Tag um 16:00 Uhr zu einem Empfang ins Bezirksrathaus Lindenthal geladen. Sie unterstrich in ihrer Ansprache, die sie übrigens sehr charmant in der Landessprache der französischen Gäste hielt, die hervorragende wegweisende frühe Entscheidung zu einer Jumelage zwischen Igny und Lövenich schon im Jahr 1967 und lobte die lebendige Anteilnahme, mit der die beiden Kommunen ihre Partnerschaft unermüdlich förderten. Frau Hamon antwortete in gleichem Sinne und Herr Hummes betonte, dass wir gerade in der heutigen Zeit der auseinanderbrechenden Solidarität Europas verstärkt der Fremdenfeindlichkeit die Kraft der Freundschaft entgegensetzen müssten und zitierte dazu die Worte Emmanuel Macrons: Vive la Freundschaft.

  Adenauerhaus

Am nächsten Tag nahmen wir um 8:45 Uhr den Bus nach Rhöndorf zur Besichtigung des Hauses von Konrad Adenauer. Die Führung in deutscher Sprache war ausgezeichnet, die in französischer Sprache litt leider etwas darunter, dass die als Vertretung eingesetzte junge Dame ihre Texte nicht immer optimal präsentieren konnte. Aber unsere französischen Freunde sahen es ihr nach und halfen ihr freundlich aus.

 

   Um 12:30 Uhr wurde im Restaurant Chamai ein kleines Mittagessen angeboten, bevor wir am frühen Nachmittag im Keller des Winzers Broel bei einer Weinprobe in den Genuss des Weins der schon von Adenauer geliebten Rebstöcke des Siebengebirges kamen. Der Winzer begeisterte nicht nur durch seine Produkte, sondern auch durch die temperamentvolle Art seiner humorvollen Präsentation, die er zur Überraschung der Gäste mit erkennbarer Lust teilweise auch auf Französisch vornahm.

   Das Dîner um 19:00 Uhr im „Reissdorf em Keuchhof“ kann als Höhepunkt der Begegnung betrachtet werden. Es waren rund 60 Gäste erschienen. Herr Hummes begrüßte noch einmal alle Teilnehmer des Jubiläums aufs herzlichste und unterstrich die hervorragende nun schon über 50 Jahre währende fast familiäre Verbundenheit aller Mitglieder miteinander. Das französische Sprichwort „Pierre qui roule n’amasse pas mousse“ (Der rollende Stein setzt kein Moos an) aufgreifend – Frau Blömer-Frerker hatte es bei ihrer Ansprache zitiert und uns damit zu ehren gewusst – gab er aber auch zu bedenken, dass der Stein nur dann rollt, wenn er angestoßen und in Bewegung gehalten wird. Deshalb dankte er allen Mitgliedern und Freunden, denen der Partnerschaftsclub ein Herzensanliegen ist, für ihre langjährige lebendige Unterstützung. Er sprach in diesem Zusammenhang Hans Maas, Uta Christ. Eric Raymond und Denis Leclerc seine besondere Anerkennung für Programm und Organisation des Jubiläums aus.

Daran anschließend übernahm der großartige Entertainer und Chansonnier Laurent Chevalier die musikalische Gestaltung des Abends. Statt „Kamelle“ warf er wie ein begeisterter Karnevalist Blätter mit Liedtexten ins Publikum und intonierte, begleitet von seiner Gitarre, „Aux Champs- Élysées“. Dem folgten „Paris s’éveille“ und viele andere Hits gemischt mit Kölnischem Liedgut, eingebettet in ein hervorragendes Buffet. Die französischen Gäste sangen „à gorge déployée“ (aus voller Kehle) mit und verabschiedeten Chevalier mit rauschendem Beifall. Ein Familienfest!

   Im Gespräch mit den französischen Leitern der Delegation konnte schon der Gegenbesuch im nächsten Jahr in Igny festgelegt werden. Er ist für den 13. bis 15. September geplant.

   Der Sonntag wurde wie üblich als Familientag gestaltet. Mit einigen Flaschen Wein vom Drachenfels im Gepäck, bestiegen die Gäste am Abend den Thalys und kamen kurz vor Mitternacht wohlbehalten in Igny an.  

                                                                                                                                                      Hans Josef Hummes

    

 

Am Vormittag des 28.Mai startete unsere Reise mit 34 Mitgliedern und Freunden unseres Städte-Partnerschafts-Clubs nach Südtirol. Wir hatten einen Kaiser unter uns – das war unser Busfahrer (mit diesem schönen Nachnahmen) vom Busunternehmen aus Düren. Er leitete uns in dieser Woche sehr souverän und wunderbar durch die vielen Kurven in Südtirol.

Am Abend des Anreisetages wurden wir mit sehr viel Herzlichkeit von Familie Obexer im Hotel Waldrast in Terenten (Pustertal) empfangen und diese Herzlichkeit begleitete uns die gesamte Woche.

Am Vormittag des 29.Mai – frei von Führungen etc. – genossen wir bei schönstem Sonnenschein die Umgebung. Einige besuchten die Erdpyramiden bei Terenten, andere trafen sich am Kirchplatz bei einem Cappucino oder Eis und tauschten Erinnerungen aus und nach dem gemeinsamen Mittagessen genossen wir die Halbtagesfahrt nach Innichen in der Nähe von Bruneck. Dort besuchten wir das Dolomythos-Museum und erfuhren von einem Spezialisten sehr viel Interessantes über die Funde in Südtirol. Er schilderte uns auch die Umstände und die persönlichen Schwierigkeiten im direkten Zusammenhang mit diesen Funden.

Der 30.Mai war unser „Brixon-Tag“: nach einer sehr interessanten Stadtführung wurden wir im Hotel Millanderhof mit großen Herzlichkeit empfangen und stärkten uns für das Nachmittagsprogramm. Nach einer kurzen Weiterfahrt ins Eisacktal genossen wir eine wunderbare Führung durch die Eisacktaler Weinkellerei und wurden in einer verständlichen Weise bei einer Weinprobe mit fünf verschiedenen Wein-Sorten über die Verarbeitung von der Rebenpflege bis zur Weinlese und der anschließenden Verarbeitung aufgeklärt.

Am 31.Mai besuchten wir die Seiser Alm. Bei unserer Ankunft gab es einen kurzen kräftigen Schauer, aber danach erfreute uns wieder die Sonne. Dieser Tag war im wahrsten Sinne des Wortes ein Tag zum „Relaxen“!

 

 

 

Der 1.Juni stand im Zeichen der Dolomiten. Bei einer Rundfahrt hielten wir an einigen markanten Orten. Dort erklärte uns der mitfahrende Begleiter sehr interessante Begebenheiten, wie z.B. die Aufname von vor den Nazis geflüchteten Deutschen (zumeist Mitglieder des Widerstandes) in einem Hotel. Auf der Weiterfahrt fuhren wir durch Cortina d’Ampezzo, wo fast überall die Rolläden unten waren – fast eine „Geisterstadt“! Das sei recht typisch für diese Jahreszeit nach Ende der Wintersaison.

An unswerem letzten Südtirol-Tag, am 2.Juni, fuhren wir nach Bozen. In 2 Gruppen wurden wir durch das Ötzi-Museum geführt mit sehr interessanten und aufklärenden Berichten. Nach einem individuellen Stadtbummel fuhren wir wieder zurück nach Terenten.

An einem Abend waren wir in unserem Hotel Waldrast in einer frohen und gemütlichen Runde versammelt. Einige lustige Geschichten wurden zum Besten gegeben, es wurde auch gespielt und viel geredet und gelacht.

Und am Samstag, 3.Juni, ging es dann unmittelbar nach dem Frühstück wieder auf die Heimreise.

Es war sehr harmonisch und ich möchte allen herzlich danken für das verständnisvolle Miteinander.

Bericht über die Teilnahme unseres Städtepartnerschaftsclubs an den Schull- und Veedelszüg

Bei strahlendem Sonnenschein nahm der Städtepartnerschafts-Club Lövenich-Igny zusammen mit anderen Partnerschaftsvereinen an der Gruppe „Uns Brücke sin fädig“ teil. In wallende blaue Gewänder gekleidet, die den Vater Rhein darstellten, trugen die Teilnehmer Styropurbrücken mit einer Weltkugel, dem Dom und Symbolen der Partnerstädte auf den Schultern, um zu dokumentieren, dass die Verbindungen der Partnerstädte mit Köln ausgezeichnet sind. Während bei den anderen Vertretern nur Einheimische teilnahmen, haben sich bei uns auch drei Mitglieder aus Igny dazu gesellt: Marie-Claude Vincent, Sabine Fillinger und Denis Leclerc. Von uns nahmen Uta Christ und Gerhard Fröhlich teil. Hier einige Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Anregung von Denis Leclerc wurde in einer Ignyer Wochenzeitung ein begeisterter Artikel über die Teilnahme der Ignyer am Schull- und Veedelszug veröffentlicht  

 

Übersetzung:   Igny im Freudenrausch in Köln!

Zum ersten Mal seit Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Igny und Lövenich vor 50 Jahren haben mehrere Jumelage-Mitglieder aus Igny an einem Karnevalszug in Köln teilgenommen. Der Kölner Karneval ist einer der berühmtesten in Europa. Er währt über sechs Tage und zieht mehr als eine Million Zuschauer an. Die Teilnehmer aus Igny und Köln waren in Kostüme gekleidet, die Rheinbrücken darstellten, auf denen je eine Weltkugel, die Kathedrale von Köln und ein Symbol der jeweiligen Partnerstadt zu sehen waren, um die engen Beziehungen der Partnerstädte mit Köln zu symbolisieren. Im Gegenzug werden uns die Kölner am 29. und 30. September besuchen und gemeinsam mit uns das 50jährigre Bestehen unserer Partnerschaft feiern. Zuvor treffen sich noch wie alljährlich Grundschüler aus Lövenich mit unseren Schülern zu einem Austausch. Im Hinblick auf eine geplante Ausstellung zu dem oben genannten 50. Jahrestag sind alle Objekte, Dokumente und Erinnerungsgegenstände herzlich willkommen.

Hans Josef Hummes