Am Vormittag des 28.Mai startete unsere Reise mit 34 Mitgliedern und Freunden unseres Städte-Partnerschafts-Clubs nach Südtirol. Wir hatten einen Kaiser unter uns – das war unser Busfahrer (mit diesem schönen Nachnahmen) vom Busunternehmen aus Düren. Er leitete uns in dieser Woche sehr souverän und wunderbar durch die vielen Kurven in Südtirol.

Am Abend des Anreisetages wurden wir mit sehr viel Herzlichkeit von Familie Obexer im Hotel Waldrast in Terenten (Pustertal) empfangen und diese Herzlichkeit begleitete uns die gesamte Woche.

Am Vormittag des 29.Mai – frei von Führungen etc. – genossen wir bei schönstem Sonnenschein die Umgebung. Einige besuchten die Erdpyramiden bei Terenten, andere trafen sich am Kirchplatz bei einem Cappucino oder Eis und tauschten Erinnerungen aus und nach dem gemeinsamen Mittagessen genossen wir die Halbtagesfahrt nach Innichen in der Nähe von Bruneck. Dort besuchten wir das Dolomythos-Museum und erfuhren von einem Spezialisten sehr viel Interessantes über die Funde in Südtirol. Er schilderte uns auch die Umstände und die persönlichen Schwierigkeiten im direkten Zusammenhang mit diesen Funden.

Der 30.Mai war unser „Brixon-Tag“: nach einer sehr interessanten Stadtführung wurden wir im Hotel Millanderhof mit großen Herzlichkeit empfangen und stärkten uns für das Nachmittagsprogramm. Nach einer kurzen Weiterfahrt ins Eisacktal genossen wir eine wunderbare Führung durch die Eisacktaler Weinkellerei und wurden in einer verständlichen Weise bei einer Weinprobe mit fünf verschiedenen Wein-Sorten über die Verarbeitung von der Rebenpflege bis zur Weinlese und der anschließenden Verarbeitung aufgeklärt.

Am 31.Mai besuchten wir die Seiser Alm. Bei unserer Ankunft gab es einen kurzen kräftigen Schauer, aber danach erfreute uns wieder die Sonne. Dieser Tag war im wahrsten Sinne des Wortes ein Tag zum „Relaxen“!

 

 

 

Der 1.Juni stand im Zeichen der Dolomiten. Bei einer Rundfahrt hielten wir an einigen markanten Orten. Dort erklärte uns der mitfahrende Begleiter sehr interessante Begebenheiten, wie z.B. die Aufname von vor den Nazis geflüchteten Deutschen (zumeist Mitglieder des Widerstandes) in einem Hotel. Auf der Weiterfahrt fuhren wir durch Cortina d’Ampezzo, wo fast überall die Rolläden unten waren – fast eine „Geisterstadt“! Das sei recht typisch für diese Jahreszeit nach Ende der Wintersaison.

An unswerem letzten Südtirol-Tag, am 2.Juni, fuhren wir nach Bozen. In 2 Gruppen wurden wir durch das Ötzi-Museum geführt mit sehr interessanten und aufklärenden Berichten. Nach einem individuellen Stadtbummel fuhren wir wieder zurück nach Terenten.

An einem Abend waren wir in unserem Hotel Waldrast in einer frohen und gemütlichen Runde versammelt. Einige lustige Geschichten wurden zum Besten gegeben, es wurde auch gespielt und viel geredet und gelacht.

Und am Samstag, 3.Juni, ging es dann unmittelbar nach dem Frühstück wieder auf die Heimreise.

Es war sehr harmonisch und ich möchte allen herzlich danken für das verständnisvolle Miteinander.

Bericht über die Teilnahme unseres Städtepartnerschaftsclubs an den Schull- und Veedelszüg

Bei strahlendem Sonnenschein nahm der Städtepartnerschafts-Club Lövenich-Igny zusammen mit anderen Partnerschaftsvereinen an der Gruppe „Uns Brücke sin fädig“ teil. In wallende blaue Gewänder gekleidet, die den Vater Rhein darstellten, trugen die Teilnehmer Styropurbrücken mit einer Weltkugel, dem Dom und Symbolen der Partnerstädte auf den Schultern, um zu dokumentieren, dass die Verbindungen der Partnerstädte mit Köln ausgezeichnet sind. Während bei den anderen Vertretern nur Einheimische teilnahmen, haben sich bei uns auch drei Mitglieder aus Igny dazu gesellt: Marie-Claude Vincent, Sabine Fillinger und Denis Leclerc. Von uns nahmen Uta Christ und Gerhard Fröhlich teil. Hier einige Fotos:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Anregung von Denis Leclerc wurde in einer Ignyer Wochenzeitung ein begeisterter Artikel über die Teilnahme der Ignyer am Schull- und Veedelszug veröffentlicht  

 

Übersetzung:   Igny im Freudenrausch in Köln!

Zum ersten Mal seit Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Igny und Lövenich vor 50 Jahren haben mehrere Jumelage-Mitglieder aus Igny an einem Karnevalszug in Köln teilgenommen. Der Kölner Karneval ist einer der berühmtesten in Europa. Er währt über sechs Tage und zieht mehr als eine Million Zuschauer an. Die Teilnehmer aus Igny und Köln waren in Kostüme gekleidet, die Rheinbrücken darstellten, auf denen je eine Weltkugel, die Kathedrale von Köln und ein Symbol der jeweiligen Partnerstadt zu sehen waren, um die engen Beziehungen der Partnerstädte mit Köln zu symbolisieren. Im Gegenzug werden uns die Kölner am 29. und 30. September besuchen und gemeinsam mit uns das 50jährigre Bestehen unserer Partnerschaft feiern. Zuvor treffen sich noch wie alljährlich Grundschüler aus Lövenich mit unseren Schülern zu einem Austausch. Im Hinblick auf eine geplante Ausstellung zu dem oben genannten 50. Jahrestag sind alle Objekte, Dokumente und Erinnerungsgegenstände herzlich willkommen.

Hans Josef Hummes

 

Liebe Mitglieder,

   mit Freude und nicht ohne Stolz rufen wir in Erinnerung, dass unsere Städtepartnerschaft mit Igny, 1967 gegründet, nun schon 49 Jahre alt ist und dass in jedem Jahr eine Begegnung stattgefunden hat. In diesem Jahr waren die Franzosen zum fünfundzwanzigsten Mal bei uns zu Gast. Im nächsten Jahr soll in Igny der fünfzigste Geburtstag festlich begangen werden.

   Wir haben mit unseren Partnern schon viele Orte zwischen Rhein und Mosel besucht. Wir waren in Maria Laach und an den Maaren, waren an der Ahr und im Ruhrgebiet, auch in Aachen und Trier haben wir vorbeigeschaut, aber noch nie waren wir Kölner mit ihnen - in Düsseldorf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Diesem Übelstand wollten wir in diesem Jahr abhelfen. Schließlich hatte Napoleon Düsseldorf seinerzeit ein „Petit Paris“ genannt.

     Mit unseren 16 Gästen und ihren Gastgebern fuhren wir also am Samstagmorgen im Bus bis zum sogenannten „MedienHafen“, wo wir von unserer französischsprachigen Stadtführerin empfangen wurden. Sie spazierte mit uns durch das neu gestaltete Hafenviertel und erläuterte dabei die komplexe Wandlung der alten Silos und Lagerhallen in eine avantgardistische Schöpfung internationaler Stararchitekten wie Chipperfield und Gehry. Bei der Weiterfahrt im Bus betrachteten wir zentrale Highlights der Stadt, besonders den neu gestalteten „Kö-Bogen“ von Daniel Libeskind. Den Abschluss der Führung bildete ein Spaziergang durch die Altstadt, wobei die historische Entwicklung Düsseldorfs anschaulich zu Worte kam: Auf dem Schlossplatz, vor dem Radschlägerbrunnen, dem Städteerhebungsmonument und vor dem Jan-Wellem- Reiterdenkmal.

   Am Mittag gab es in der Brauerei „Zum Schlüssel“ Deftiges im Angebot und es galt, das „Alt“ mit dem unseren Franzosen schon lange vertrauten „Kölsch“ zu vergleichen. Das „Kölsch“ gewann eindeutig. Am späten Nachmittag stand „lèche-vitrines“ auf dem Programm, ein Schaufensterbummel also über die „Kö“, der besonders bei unseren Damen viel Anklang fand. Ein Hauch von „Petit Paris“ war durchaus spürbar.

   Zum Abschluss des Tages gab es abends im Hockey-Judo-Leistungszentrum ein Buffet mit Live-Musik. In einer kurzen Ansprache hieß der Vorsitzende unseres Clubs die französischen Gäste noch einmal herzlich willkommen und dankte Uta Christ für ihr hervorragendes Engagement bei der Planung und Organisation des Besuchs. Mit Blick auf die Zukunft der Partnerschaft betonte er, dass unsere Ziele nach wie vor die der Förderung von Verständigung in einem vereinten Europa sein müssten, zumal den zunehmenden separatistischen nationalen Egoismen entgegengewirkt werden sollte. Viel Beifall gab es bei der Ankündigung, dass im nächsten Jahr drei Mitglieder aus Igny mit uns und den Vertretern anderer Partnerschaftsstädte Kölns an den „ Schul-und Veedelszüg“ teilnehmen würden. Als Ermutigung, Ermunterung und zugleich Dank für über fünfzehnjährige Leitung des Clubs in Igny bekam Denis Leclerc eine prächtige Krawatte mit karnevalistischen Motiven geschenkt.  

   Die beiden folgenden Tage gestalteten die Gastgeber und ihre Gäste wie gewohnt im Familienkreis mit eigenen Programmen.

   Die Begegnung zeigte einmal mehr, wie eng und fast schon familiär unsere partnerschaftlichen Bindungen mit unseren Freunden in Igny sind. Dass auch vier Kinder und Jugendliche an dem Besuch teilnahmen, lässt uns hoffen, dass der partnerschaftliche Gedanke auch in Zukunft lebendig bleiben wird.

Hans Josef Hummes